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Route Echternach 2014

FlüchtICH

Mit dem Motto „FlüchtICH“ greifen wir in diesem Jahr ein menschenunwürdiges Geschehen auf, von dem wir tagtäglich in den Nachrichten hören und sehen. 45,2 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht.

Auf der Suche nach Schutz nehmen sie oft gefährliche Wege in Kauf. Entgegen der häufigen Annahme, Flüchtlinge suchten vor allem in Europa Schutz und Aufnahme, flüchten die meisten Menschen entweder in angrenzende Länder oder bleiben Binnenvertriebene im eigenen Land. Die Hintergründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen, sind dabei ganz unterschiedlich.

In den meisten Fällen sind es Kriege bzw. Bürgerkriege, die Menschen zur Flucht zwingen. Wegen Arbeitslosigkeit, Armut oder Hunger – auch aus wirtschaftlichen Gründen - verlassen zahlreiche Menschen ihr zu Hause. Aber auch organisierte Kriminalität und Ausbeutungspraktiken sind zu beklagen. Umweltkatastrophen, die aufgrund der globalen Erwärmung zunehmen und die Frage der Religionszugehörigkeit führen dazu, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Nach Deutschland und ganz Europa kommen ganz wenige, denn Europa schottet seine Grenzen ab. Europa hat eine Grenzschutzagentur, genannt FRONTEX, die mit Gewalt die europäischen Seegrenzen zu unüberwindbaren Hürden für Flüchtlinge macht. Diese Politik der Abschottung müsste gestoppt werden. Die in der Europäischen Union (EU) herrschende Dublin II-Regelung besagt, dass der Mitgliedstaat der EU für einen Asylantrag zuständig ist, in den der/die Antragsteller/in zuerst einreist. Da die meisten Flüchtlinge versuchen, mit Booten Europa zu erreichen, sind das die Länder an den Außengrenzen der EU, wie z. B. Griechenland, Malta und Italien. Flüchtlinge, die hier ankommen, haben bei uns oder in einem anderen Land keine Möglichkeit mehr Asyl zu beantragen. Diese Regelung müsste beendet werden und ein gemeinsames europäisches Asylsystem weiter entwickelt werden.

Papst Franziskus lenkte durch seine Reise nach Lampedusa die weltweite Aufmerksamkeit auf das Leid der Flüchtlinge, die mit großen Hoffnungen aus ihrer Heimat aufbrechen. Flüchtlinge werden oft vermarktet; der Tod von Frauen und Männern und Kindern wird billigend in Kauf genommen.

Als Christinnen und Christen müssen wir handeln, wenn wir Jesu Wort ernst nehmen: Was ihr für die geringsten meiner Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Mt 25,40). Hier stehen wir alle in der Verantwortung!