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ab 11:20 Uhr

Telefongottesdienst vom 22. März 2020

Der Telefongottesdienst der Marienburg geht in die 2. Runde! Wir freuen uns, dass der erste euch so gut gefallen hat und haben in der vergangenen Woche an den Feinheiten geschraubt...
Daher diese Woche unter einer neuen Telefonnummer, mit PIN-Eingabe & Bandansage am Anfang und hoffentlich besserer Tonqualität der Musik. Wir entwickeln uns in kleinen Schritten und sind dankbar für jedes Feedback sowie eure Impressionen & Gedanken zum Gottesdienst. Auch an alle, die diese Woche das erste Mal mit dabei sind: herzlich Willkommen!

Lesung

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser

Brüder!
8Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts!
9Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
10Prüft, was dem Herrn gefällt,
11und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf!
12Denn man muss sich schämen, von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden.
13Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet.
14Alles Erleuchtete aber ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.

Evangelium

Predigt

Fürbitten

Gerade in diesen unsicheren Zeiten erreichen uns täglich neue Schlagzeilen. Manches ängstigt uns, manches erschreckt uns. Wieder anderes macht uns ergriffen oder traurig. Aber auch in dunklen Zeiten gibt es immer kleine Hoffnungsschimmer. Wir können all dem begegnen, indem wir es verbunden mit unseren Bitten oder unserem Gebet vor Gott tragen, im Vertrauen darauf, dass er uns hört.

Eine italienische Ärztin berichtet: "Die Kollegen sind überlastet, die Angehörigen haben Angst. Von allem was ich erlebt habe, ist es eine der schlimmsten Situationen. Abends falle ich oft totmüde ins Bett, aber schlafen kann ich doch nicht. Es ist schlimm, dass wir nicht allen Menschen helfen können."
Für alle Menschen, die weltweit an Covid19 erkankt sind und für alle, die sich um die Erkrankten kümmern: für Krankenpfleger, Schwestern und Ärzte und für die Forscher, die an einem Impfstoff arbeiten.

Christus, du Licht der Welt – Wir bitten dich erhöre uns.

Die Bundeskanzlerin appellierte am Mittwoch an unsere Solidarität und die Verantwortung jedes Einzelnen. Viele Menschen bleiben zuhause und müssen ihren Alltag zwischen Arbeit und Familie neu organisieren.
Wir beten für alle, die Angst um ihre Gesundheit haben, für alle, die zusätzlich um ihren Arbeitsplatz oder ihr Unternehmen fürchten müssen. Für alle, die unter den sozialen Einschränkungen und der Einsamkeit leiden.

Christus, du Licht der Welt – Wir bitten dich erhöre uns.

Kerzen in den Fenstern, Glockenläuten, Balkonmusik und Klatsch-Konzerte sind Zeichen der Hoffnung in der Corona-Krise. Eine Frau twittert: "So viel Hilfsbereitschaft - zum Beispiel in unserer Nachbarschaft! Das macht mir Mut, dass diese Krise uns alle näher zusammenbringen, statt weiter spalten wird."
Wir beten für alle, die anderen in dieser Zeit beistehen, viele kreative Ideen entwickeln und so Zeichen der Hoffnung und der Solidarität setzen.

Christus, du Licht der Welt – Wir bitten dich erhöre uns.

9 Jahre Krieg in Syrien. Fast 400.000 Tote, mehr als elf Millionen Flüchtlinge, ein regionaler Flächenbrand – und kein Frieden in Sicht.
Wir beten für alle, die von Krieg, Flucht, Vertreibung, Hunger und Armut betroffen sind. Und für alle, die sich um Frieden bemühen.

Christus, du Licht der Welt – Wir bitten dich erhöre uns.

Vergangene Woche ist bei einem Brand im völlig überfüllten Flüchtlingslager Moria ein sechsjähriges Mädchen ums Leben gekommen. Hilfsorganisationen und Bevölkerung vor Ort sind am Limit.
Wir beten für alle Flüchtlinge an den europäischen Grenzen.
Für alle, die politische Verantwortung tragen. Für alle Helfer, die sich unter schwierigsten Bedingungen um die Geflüchteten kümmern.

Christus, du Licht der Welt – Wir bitten dich erhöre uns.

Militärlaster stehen vor einem Friedhof im Zentrum von Bergamo, um Särge mit Corona-Todesopfern abzuholen. Die Krematorien sind überlastet.
Wir beten für alle, die am neuartigen Corona-Virus gestorben sind und für alle Verstorbenen. Für alle, die um einen lieben Menschen trauern und für alle, die in der aktuellen Situation nicht angemessen Abschied nehmen können.

Christus, du Licht der Welt – Wir bitten dich erhöre uns.

Guter Gott.
Wir haben unsere Anliegen vor dich gebracht, in den gelesenen Fürbitten wie auch in stummen Bitten jeder für sich. Erhöre uns und schenke uns helle Momente der Hoffnung im Dunkel dieser Zeit. Darum bitten wir durch Christus, das Licht der Welt, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Schlussgebet

Gott unseres Lebens,

das Coronavirus zeigt uns: Eine Krise macht nicht an Grenzen halt. Unsere Welt ist eine Schicksalsgemeinschaft geworden. Das Schicksal des einen ist aufs Engste verbunden mit dem des anderen, egal, wo wir leben.

Dasselbe gilt aber auch für unsere Solidarität.
Auch sie macht schon längst nicht mehr an Grenzen halt.
Ärzte und Wissenschaftler geben ihr Wissen weiter,
ihre Erkenntnisse aus dem Vorsprung in der Ausbreitung des Virus.
Balkon- und Nachbarschaftskonzerte machen weltweit Mut,
Klatschkonzerte für Menschen im Gesundheitsdienst zeigen Dankbarkeit,
Kerzen an Wohnzimmerfenstern sind Hoffnungsfunken in dunklen Zeiten.
Auf italienischen Plakaten, Bannern und Fahnen steht: „Tutto andrá bene!“
Die eine Menschheit vereint diese eine Hoffnung:
Alles wird gut!

Bestärke uns in dieser Hoffnung, heute, in den kommenden Tagen und in Ewigkeit. Amen.

Wir sind nicht allein

Impressionen von Teilnehmern